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Wie lebt ein Druckkopf länger? - Eine Kolumne von Lothar Diebold (Werbetechnik 1.2017)

Das A und O für einen ordnungsgemäß arbeitenden Druckkopf ist ein perfekt funktionierendes Reinigungssystem. Das ist das Wichtigste. Der Kopf ist in diesem Prozess das letzte Glied, weshalb er eigentlich als Letztes kaputtgeht – auch wenn viele Leute fälschlicherweise glauben, dass er als Erstes kaputtginge. Das ist aber nicht richtig. Die Lösemitteltinte greift nämlich die Weichgummiteile des Reinigungssystems an, verhärtet sie und macht sie spröde. Was sind nun diese Weichgummiteile? Es sind die Captops – das ist die Abdeckung von unten für den Druckkopf –, die Wiper und die Schläuche. Sind diese Teile hart und spröde, arbeiten sie nur noch teilweise oder gar nicht mehr und verstopfen mit eintrocknender Tinte. Und das wiederum führt zu einem nicht funktionierenden Reinigungssystem. Das bemerkt man allerdings erst, wenn man es tatsächlich braucht und es in diesem Moment nicht geht – also meistens nicht, wenn man viel druckt und einen hohen Durchsatz hat.

Eine gängige, aber falsche Meinung ist, dass man fehlende Düsen als gegebene Sache hinnehmen muss, weil der Druckkopf eben schon älter ist. Wenn etwas am Druckkopf nicht funktioniert, muss es aber nicht immer er selbst sein. In Wirklichkeit liegt die Ursache in mehr als der Hälfte der Fälle an dem nicht perfekt funktionierenden Reinigungssystem. Um letztendlich einen irreparablen Schaden am Druckkopf zu verhindern, sollte man eine defekte Düse nicht auf das Alter des Kopfes zurückführen und als gegeben hinnehmen, sondern etwas dagegen unternehmen und als Erstes die Reinigung überprüfen und instand setzen.

Oft werden die Reinigungsteile nicht regelmäßig getauscht. Man wartet sozusagen darauf, dass ein Defekt eintritt. Und dann kann es zu spät sein. Das ist wie beim Auto: Wenn man den regelmäßigen Service nicht wahrnimmt und wartet, bis etwas am Fahrzeug kaputtgeht, dann kann es der Motor sein. Genauso ist es beim Drucker, er benötigt ebenso einen Service. Das Reinigungssystem muss man regelmäßig warten. Deshalb sollte man die betreffenden Teile mindestens einmal im Jahr zur Vorsorge tauschen, dann lebt der Druckkopf länger.

Lothar Diebold ist Gründer und Geschäftsführer von easy inks aus Denzlingen – Hersteller und Händler von Alternativtinten. Diese Kolumne ist die dritte einer sechsteiligen Serie, in der der Experte rund um das Thema Großformatdruck schreibt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Werbetechnik 1.17
http://www.werbetechnik.de/

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