Was ist UV-Druck?
UV-Druck nennt man auch UV-Direktdruck oder Druck mit UV-härtenden Tinten. Das Verfahren wird für den digitalen Großformatdruck eingesetzt. Im UV-Druck kommen spezielle Tinten zum Einsatz. Sie trocknen nicht an der Luft oder durch Wärme. Stattdessen bewirkt ultraviolettes Licht, dass die Tintentropfen fixiert werden. Meist ist dieser Prozess zweistufig aufgebaut. Die UV-Strahlung „pinnt“ zunächst den Tintentropfen. Sie sorgt also dafür, dass er nicht verläuft. Danach erfolgt das Durchhärten („Curing“). Insgesamt dauert der Prozess nur Sekundenbruchteile.
Vor- und Nachteile des UV-Drucks
UV-Druck hat durch die besonders schnelle Trocknung einige Vorteile. Die Tinte zieht nicht in den Bedruckstoff ein. Sie formt stattdessen eine seidenmatte oder hochglänzende Oberfläche. Dadurch sieht der Druck besonders scharf und brillant aus. Er kann außerdem sofort weiterverarbeitet werden. Der UV-Druck ist besonders produktiv. Denn es gibt Maschinen, die in der Stunde viele hundert Quadratmeter schaffen. Nachteile ergeben sich beim UV-Druck vor allem, man die Oberfläche zerkratzt oder zu stark biegt. Es kann dann nämlich zu Abrieb und Weißbruch kommen. Außerdem müssen die Bediener von Maschinen für den UV-Direktdruck immer sehr konzentriert sein. Denn Tinten und Abluft könnten die Gesundheit gefährden, wenn man sich nicht an die Vorschriften hält. Wenn ein UV-Druck nicht richtig fixiert wird, kann er unangenehm riechen.
Anwendungen für den UV-Direktdruck
Am häufigsten setzt man UV-Druck für Riesenposter an Häusern ein. Es lassen sich aber auch Folien für die Fahrzeugbeklebung, den Messe- und Ladenbau sowie Werbung in Innenräumen herstellen. Spezialisierte Firmen nutzen UV-Druck auf Textilien. Sie produzieren Fahnen und Soft Signage. UV-Direktdruck wird auch für Werbeartikel und personalisierte Geschenke verwendet. In der Industrie nutzt man ihn oft bei der Herstellung von Möbeln, Tapeten und Bodenbelag, für Schuhe, Skalen sowie beim Verpackungsdruck.
UV-härtende Tinten
Tinten für den UV-Druck sind immer für einen speziellen Druckkopf konzipiert. Denn die Hersteller von Druckköpfen legen fest, wie passende Fluids aufgebaut sein müssen. So stellen sie sicher, dass die Digitaldruckmaschine nicht beschädigt wird. Trotzdem haben Anbieter von UV-Tinten einigen Spielraum. Dadurch können Alternativ-Tinten für den UV-Druck den Herstellertinten sogar überlegen sein kann. Fairer im Preis sind sie meist sowieso.