Was ist DTF-Druck?
DTF-Druck ist eine Abkürzung für Digitaldruck „direkt auf Folie“. Das heißt auf Englisch nämlich Direct-to-Film, oder kurz: DTF. Tatsächlich aber handelt es sich nicht um ein Direktdruck-, sondern ein Transferverfahren für Textilien. Es wird hauptsächlich eingesetzt, um T-Shirts und andere bereits fertig genähte Kleidungsstücke zu verzieren.
Wie funktioniert DTF?
Beim DTF-Druck legt man eine beschichtete Spezialfolie in den Inkjet-Digitaldrucker ein. Dieser druckt darauf das gewünschte Bild spiegelverkehrt. Er schließt mit einer weißen Deckschicht ab. Denn diese sorgt dafür, dass das Motiv auf Textilien jeder Farbe gut sichtbar ist. Auf die noch feuchte Tinte kommt Pulverkleber. Man kann ihn einfach mit einem Streuer auftragen. Das überschüssige Pulver wird abgeklopft. Es gibt aber auch DTF-Digitaldrucker mit angebauten Arbeitsstationen. Diese führen die Vorgänge dann automatisch aus. Die mit Kleber versehene DTF-Folie kann man aufbewahren, verschicken oder gleich auf ein T-Shirt übertragen. Dazu benötigt man eine Heißpresse oder einen Kalander. Das Bild legt man mit der Kleberseite auf das T-Shirt und deckt es mit Silikonpapier ab. Bei ca. 130 Grad ist das Motiv innerhalb von ca. 10 Sekunden auf den Stoff gepresst. Danach muss man nur noch die Folie abziehen, fertig!
Welche Vorteile und Nachteile hat DTF-Druck?
Der DTF-Druck bringt alle Vorteile des Digitaldrucks mit. Man kann schnell und unkompliziert beliebig viele Farben und feinste Details drucken. Es werden keine Druckvorlagen benötigt. Deshalb geht das auch für Einzelstücke oder sehr kleine Auflagen. Man benötigt außerdem weniger Wasser, Energie und Chemikalien als beim analogen Textildruck. Das Verfahren ist also besser für die Umwelt. DTF-Druck funktioniert außerdem auf allen gängigen Fasern. Es ist dabei egal, ob ein T-Shirt farbig, dunkel oder weiß ist. Es spielt auch keine Rolle, ob es aus Natur-, Kunstfasern oder Mischgewebe hergestellt wurde. Ein DTF-Druck ist sehr dünn und fühlt sich auf dem T-Shirt gut an. Gleichzeitig ist er so haltbar, dass man ihn problemlos bei 40 Grad waschen kann. Das funktioniert derzeit bei keinem anderen Digitaldruckverfahren für Bekleidung. Beim DTF-Druck bleibt die Folie zurück, die vom Motiv abgezogen wurde. Das kann man als Nachteil sehen, weil damit Plastikmüll entsteht. Wenn man die Folie sortenrein sammelt, lässt sie sich aber gut recyceln.
Worauf muss ich beim Kauf von DTF-Material achten?
Für den DTF-Druck nimmt man wasserbasierte Pigmenttinte. Sie ist auf den Druckkopf des verwendeten Inkjet-Druckers abgestimmt. Außerdem muss man sicherstellen, dass sie zur Folie und zum Kleber passt. Nur so kann man immer wieder das gleiche, gute Druckergebnis erzielen. Deshalb werden DTF-Materialien immer als Set angeboten. Für den DTF-Druck muss man nicht immer eine neue Druckmaschine kaufen. Oft lassen sich bestehende T-Shirt-Drucker auf das neue Verfahren umrüsten.